Montag, 6. November 2017

EINGEKUSCHELT IN DEN WINTER


Zu Beginn meiner Schwangerschaft mit Miss Motti habe ich mir oft die Zukunft mit zwei Kindern ausgemalt. Mir vorgestellt, wie alles werden würde, was wir alles Tolles zu viert machen würden und wie schön das Leben mit noch einem weiteren Kind werden würde. Wie Motti zu einem großen Bruder werden würde und irgendwann einen Spielpartner zu Hause hätte. Wie beide sich streiten und lieben würden und wie wir alle zu viert im Bett kuscheln. Ein immer wiederkehrendes Bild in meinen Träumereien war unser Weg zum Kindergarten. Ich habe mir erträumt, wie ich meinen Großen an der Hand halte während ich das friedlich schlafende Baby trage.



Ich hatte euch ja schon erzählt, dass uns die Diagnose „Down Syndrom“ gar nicht so erschüttert hat, wie man vielleicht erwarten würde (und zwar hier). Heute möchte ich euch von einem Gefühl erzählen, das sich nach der Diagnose aber trotzdem irgendwie breit machte. Denn als ich anfing, über das Leben mit einem „behinderten“ Kind nachzudenken, hatte ich oft das Gefühl, man würde mir meine Träume nehmen. Dass jetzt alles anders werden würde. Vielleicht nicht unbedingt schlechter, aber eben anders als ich es mir gewünscht hatte. Es fühlte sich ein bisschen so an, als ob wir nun ein anderes Kind bekämen, nicht das aus meinen Träumen. Ich wollte mich bestmöglich auf dieses andere Kind einstellen. Es genauso empfangen, wie ich das Kind aus meinen Träumen empfangen hätte. Denn schließlich hat es doch jedes ungeborene Kind verdient, mit Freude erwartet und geliebt zu werden, oder?



Ja, ich gebe zu, der Beginn unserer Reise war nicht ganz gewöhnlich (aber was ist schon normal?) und ganz sicher nicht so wie gewünscht. Aaaaber… soll ich euch was sagen? Ich lag falsch mit meinem Gefühl. Wir haben kein anderes Kind bekommen. Ich habe genau das Kind bekommen, das ich mir gewünscht habe. Die vierte im Bunde, die mit uns im Familienbett kuschelt, die kleine Schwester vom großen Bruder, der so stolz ist und findet, dass sie das süßeste Baby auf der Welt ist. Das Kind, das seinem Bruder und seinen Eltern viel lehren wird. Das Baby, das ich auf dem Weg zum Kindergarten trage, während ich den Großen an der Hand halte.

 

Und dank der tollen Kumja Jackenerweiterung von MamaMotion sind wir dabei jetzt auch in der kalten Jahreszeit ganz warm eingekuschelt. Er wird mithilfe eines ausgeklügelten Reißverschluss-Adapter-Systems in die ganz normale Jacke eingezogen. Die Idee dahinter finde ich grandios, denn so braucht man keine neue Jacke, sondern nur den richtigen Adapter. Der Einsatz selber kann oben mit Knöpfen verkürzt werden und an jeder beliebigen Stelle mit Klettbändern enger gestellt werden. Das Kind spart sich die dicke Outdoorkleidung und Mama und Baby wärmen sich gegenseitig. Er kann natürlich auch in der Schwangerschaft schon getragen werden, wenn die Jacken nicht mehr zu gehen. 😊Und alle Selbermacher können sich mithilfe des Konfigurators im Bestellprozess auch einfach nur den richtigen Adapter für ihre Jacke bestellen und den Einsatz selber nähen. Wir sind jedenfalls begeistert!


Heute Morgen auf dem Rückweg vom Kindergarten, schlief Miss Motti friedlich an meiner Brust. Und immer wieder durchfährt mich in diesem Moment der Ruhe ein unglaublich glückliches Gefühl. Das Gefühl, das man hat, wenn man genau das bekommen hat, was man sich gewünscht hat. 💕

Kommentare:

  1. Wie schön! Genieße das Gefühl und deine Lieben! Liebe Grüße Ingrid

    AntwortenLöschen
  2. Was für schöne Worte! Du sprichst mir aus der Seele. Anfang Dezember kommt unsre zweite Maus,auch mit ihrem kleinen Extra, zur Welt. Wie ähnlich doch Gedanken und Gefühle sein können. Tut gut, das zu lesen.
    Alles Gute
    Ann-Kathrin

    AntwortenLöschen